Artgerecht?

„Es gehört die ganze Entwicklung unseres technischen Zeitalters dazu, um den Menschen wie eine Maschine zu behandeln und ihm Grundsätze für sein Leben aufzuzwingen, wie sie in der Technik vielleicht bis zu einem gewissen Grade berechtigt sind, die aber in bezug auf das menschliche Zusammenleben zu einer Verödung, Vereinsamung und zu einer Verkürzung des Nächsten führen müssen.“

(Aus Alfred Adler, Menschenkenntnis, London 1926)

Bei der Tierhaltung heißt es immer: Halte deine Tiere artgerecht! Wissen wir für Tiere besser, was artgerecht ist, als für den Menschen? Man möchte es wohl meinen; denn darüber, was für den Menschen artgerecht, also was menschengerecht ist, scheinen wir weitgehend im Dunkeln zu tappen. Andernfalls gäbe es nicht so viele Meinungsverschiedenheiten darüber.

Auf der Suche nach einer Antwort fangen wir deshalb am besten damit an, worüber allgemeines Einverständnis herrscht. Das ist die Erkenntnis, dass wir Menschen Gemeinschaftswesen sind. Das wird kaum jemand bestreiten. Auf dieser Basis können wir etwas Sinnvolles aufbauen. Nicht umsonst war für den Begründer der Individualpsychologie, den Arzt und Psychologen Alfred Adler (1870–1937) ein solides Gemeinschaftsgefühl die Voraussetzung für psychische Gesundheit; und psychische Gesundheit unterstützt die körperliche Gesundheit. Das wiederum ergibt Kraft, im Sinne des Gemeinschaftsgefühls für das allgemeine Wohl tätig zu sein (prosocial behaviour). Ist das eine vernünftiger und lebensfreundlicher Wirkungskreislauf? Ja oder nein? Ich denke, das wird ein klares Ja.

Deshalb ist es auch schlüssig, wenn du ein Ja zu prosocio.net findest; denn hier geht es vorrangig genau um das. Registriere dich daher kostenlos bei prosocio.net — wir wollen das Gemeinschaftsgefühl fördern. Mach mit! Mit deiner Registrierung drückst du dein Ja zu prosozialem Verhalten auf Grundlage des menschlichen Gemeinschaftsgefühls aus.

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